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Chancengleichheit

Informationen zu Gender Bias und homosozialer Kooptation

In Berufungsverfahren können insbesondere zwei Phänomene die Entscheidung über Kandidatinnen und Kandidaten geschlechterrelevant beeinflussen: der Gender Bias und die homosoziale Kooptation. Vor diesem Hintergrund tragen Akteurinnen und Akteure in Berufungsverfahren auch die Verantwortung, ihr persönliches Entscheidungsverhalten und das der Berufungskommission daraufhin zu überprüfen, ob die Kandidatinnen und Kandidaten geschlechtersensibel beurteilt und die Besten für die Berufungsliste gefunden wurden.

Ein Bias ist im allgemeinen englischen Sprachgebrauch eine verzerrte Wahr­neh­mung, eine Voreingenommenheit. Der Gender Bias be­schreibt dem­nach Verzerrungen in der Wahr­neh­mung oder Voreingenommenheiten gegenüber Frauen oder Männern auf Grund ihres Geschlechts. In Berufungsverfahren kann der Gender Bias einen positiven oder negativen Ein­fluss auf Leistungsbewertung haben. Wirksame Rollenbilder und Stereotypen wirken in Kombination mit dem Ge­schlecht meist unterbewusst auf ein Urteil ein. Un­ter­su­chun­gen zum The­ma Leistungsbewertung und Ge­schlecht haben zum Bei­spiel gezeigt, dass in einer Versuchsanordnung Darstellungen weiblicher Figuren kleiner wahrgenommen wurden als Darstellungen männlicher Figuren, obwohl alle Figuren in identischem Umfeld gleich groß waren. Eine andere Studie belegt, dass identische Lebensläufe von Testpersonen un­ter­schied­lich be­wer­tet wurden abhängig davon, ob sie unter ei­nem männlichen oder weib­li­chen Namen eingereicht wurden. Signifikant mehr Testpersonen beiden Geschlechts be­wer­te­ten die Leis­tun­gen der Männer als besser und neigten dazu, trotz identischer Bewerbungsunterlagen, den Mann und nicht die Frau einstellen zu wol­len. (LaKoG 2011:18ff)

Ein weiterer geschlechtsspezifisch wirkender Mechanismus ist die so­ge­nannte homosoziale Kooptation. Homosoziale Kooptation bezeichnet die Tendenz, vor allem solche Mitglieder in ein bestehendes Netz­werk aufzunehmen, die als "sozial ähnlich" angesehen wer­den. Soziale Ähnlichkeit kann in vielerlei Hinsicht gegeben sein bzw. gesucht wer­den. Neben Merkmalen wie soziales Milieu, ethnische Zugehörigkeit oder auch wis­sen­schaft­liche Community ist Ge­schlecht ein relevantes Kriterium. Dass Personalentscheidungen durch soziale Ähnlichkeiten be­ein­flusst wer­den, setzt keine strategische Entscheidung voraus, Frauen gezielt aus­zu­schlie­ßen. Vielmehr führt die strukturelle Dominanz von Männern in Organisationen in Ver­bin­dung mit der (oft unbewussten) Praxis der homosozialen Kooptation, die weder auf Organisationen noch auf Männer beschränkt ist, sondern ei­nem allgemeinen Muster sozialer Nähe folgt, dazu, dass eine männlich dominierte Struk­tur fortbesteht. (Wissenschaftsrat 2007:23ff)

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.

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